Teneriffa :: Paisaje Lunar & El Pino Gordo

Es weihnachtet sehr! Am 25.12.2013 besuchen wir die bizarre Vulkanlandschaft bei Vilaflor (Tour Nr. 18).

Mondlandschaft Vilaflor Teneriffa Paisaje Lunar

Die Wanderung beginnt direkt am Marktplatz von Vilaflor, der höchstgelegenen Ortschaft auf Teneriffa. Vom Marktplatz links geht es in die Calle El Canario, an deren Ende wir nach rechts abbiegen. Dann geht man noch geradeaus (ca. 60-70m), bis man links einen gepflasterten Weg sieht, der einen an einem ausgetrockneten Bachbett vorbei führt.

Danach ist der Weg die meiste Zeit sehr gut zu erkennen, da er mit größeren Steinen auf beiden Seiten markiert ist.

Die Wanderung selbst finde ich nicht besonders spannend. Man läuft erst mal etwa 6.5 km nach oben und dann etwa 6.5 km nach unten. Manchmal durch lichten Kiefernwald. Ich finde sie auch nicht besonders schwierig. Es sei denn, man läuft im Sommer. Denn die meiste Zeit hat man nicht wirklich Schatten und ich kann mir vorstellen, dass es im Sommer auf diesem Wanderweg sehr heiß und anstrengend wird. Dann bloß viel zum Trinken und Sonnencreme mitnehmen. Ich habe ja vom Haus aus etwas mehr Farbe (mein Bruder nennt uns „schwedische Zigeuner“ :D) und es dauert länger, bis mir die Sonne zu viel wird. Aber auch ich hatte nach diesem Tag einen deutlich dunkleren Teint.

Ach ja, Proviant sollte man auch mitnehmen. Denn nach meiner Information verschwindet das Hungergefühl erst nach 3 Tagen, wenn man nichts gegessen hat, und so lange sind wir hier nicht unterwegs.

Und es ist ja nicht Sommer, es ist Weihnachten und somit herrschen für uns perfekte Wandertemperaturen von etwa 23°! Auf dem Weg zur Mondlandschaft fallen mir persönlich die riesigen Zapfen auf, die überall auf dem Boden herum liegen. Einer größer als der andere. Bald habe ich 3 Stück in der Hand und schmiede Pläne, wie ich sie in tolle Dekorationsobjekte umwandeln werde. Nach 5 Minuten habe ich keine Lust mehr, sie zu schleppen. Auch im Winter bringt dieser Wanderweg einen leicht ins Schwitzen. Also werfe ich die Zapfen weg und dekoriere lieber den Wegrand mit einem davon. Falls ihr ihn sehen solltet, ist es bestimmt meiner! Und daran kann man erkennen, dass ich auf diesem Weg etwas unterbeschäftigt und nicht ausgelastet war… Aber gut Ding will Weile haben.

Nach eben dieser Weile kündigt sich die Mondlandschaft so an:
Mondlandschaft Vilaflor Teneriffa Paisaje Lunar Wanderweg
Dennoch dauert es tatsächlich noch etwa 30-40 Minuten, bis man die Hauptattraktion erreicht. Im letzten Abschnitt einfach den Schildern folgen, auch wenn der Pfad nicht so vertrauenserweckend aussieht.

Man kommt auf einem Plateau an, von wo aus weiter unten das berühmte Motiv nicht zu übersehen ist:
Mondlandschaft Vilaflor Teneriffa Paisaje Lunar

Mondlandschaft Vilaflor Teneriffa Paisaje Lunar

Auf dieser kleinen Hochebene setzen wir uns erst mal und genießen ein Pausenbrot mit bestem Ausblick auf die Felsen. Wenn man weiter nach links läuft, erreicht man eine große Aussichtsplattform. Auf einem Schild wird einem die Entstehung dieser Felsformation erklärt. Man kann auch hinuntersteigen, allerdings ist es nicht erlaubt, da herumzulaufen oder die Felsen zu berühren. Dennoch haben irgendwelche Idioten ihre Namen in die empfindlichen Felsen rein gekritzelt.

Wie die meisten anderen Wanderer bleiben wir nur am Rand (ich hoffe sehr, dass das ok war…):

Mondlandschaft Vilaflor Teneriffa Paisaje Lunar

Django darf da auch nicht fehlen, wobei er aus Gründen der Fotoperspektive und dank seiner flexiblen Körperbeschaffenheit gar nicht so nah an der Landschaft stehen muss ;):

PaisajeLunar-Django

Da hier keine wilden Sachen erlaubt sind (auch zu Recht), treten wir relativ bald den Rückweg an. Dieser ist genauso lang und leicht unspektakulär, aber dafür schneller zu bewältigen.

Wieder in Vilaflor, beschließen wir noch einen Abstecher zu der dicksten Kiefer auf den Kanaren zu machen: El Pino Gordo. Diese ist etwa 1.5 km weiter, oberhalb von Vilaflor, zu finden. Man sagt, dass der Stammumfang etwa 9 Meter beträgt…
Dobrena beim El Pino Gordo

Ich hab´s nicht nachgemessen, aber der Baum ist in der Tat riesig und sehr beeindruckend. Vielleicht kann er es nicht mit den Mammutbäumen in den USA aufnehmen (habe ich mir sagen lassen), aber ich hab keinen dickeren bis jetzt gesehen. Äh Baum.
Dobrena beim El Pino Gordo 2

Mit dem Auto fahren wir dann direkt runter nach El Médano (die Sanddüne). Dabei werden wir in den Serpentinen von einem Fahrrad überholt. Mit dem Fahrrad in den Sonnenuntergang zu fahren hat auch was…
In El Médano machen wir einen kurzen Spaziergang die Strandpromenade entlang und entschwinden dann in El Vego (ein vegetarisches Restaurant) etwas jenseits von der Tourimeile für eine kleine Stärkung.

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