Teneriffa: Loro Parque, Fashion Date und wo sollte man bei einer Orcashow sitzen

Heute besuchen wir den Tier- und Vogelpark Loro Parque in Puerto de la Cruz im Norden der Insel. Ich muss gestehen, ich hatte mir eigentlich vorgenommen, NICHT hinzugehen, denn ich bin kein Fan von Zoos o. ä. Aber an diesem Tag habe ich noch was vor und für eine Wanderung ist keine Zeit.

LoroParque-Loro

Infos über den Loro Parque gibt´s im Internet zur Genüge.
Daher hier nur eine Auswahl der wichtigsten Attraktionen fürs Protokoll:

  • Seelöwen-, Delphin-, Orca- und Papageienshows gibt es mehrmals täglich,
  • Katandra Treetops, in denen man viele bunte tropische Vogelarten hautnah bewundern kann,
  • ein Haitunnel,
  • Pinguine, die sich in einen künstlichen Schneeschauer stellen,
  • ein riesiges zylindrisches Aquarium mit 4000 Sardinen,
  • einige Tiere, wie Flamingos, Affen, Reptilien, und einen weißen bengalischen Tiger:

LoroParque-Weißer Tiger

LoroParque-Weißer Tiger

Ich mag eigentlich Tiershows nicht so besonders. Ich frage mich immer, ob das für die Tiere nicht zu viel Stress bedeutet. Und vor allem, warum der Mensch immer versuchen muss, alles nach seinem Bild zu verbiegen: Muss ein Seelöwe oder ein Delphin wirklich Winke-Winke mit seinen Flossen machen können, um uns zu beeindrucken? Irgendwie bin ich nicht sicher, ob mir das gefällt, obwohl es im Park überall steht, dass Delphine im Zoo länger leben, als in der freien Natur.

Nach diesem philosophischen Schwank besuchen wir alle Shows mit Seelöwen, Delphinen und Orcas:

LoroParque-Seeloewen1

LoroParque-Seeloewen2

LoroParque-Delphinshow1

LoroParque-Delphinshow2

LoroParque-Delphinshow3

LoroParque-Delphinshow4

Am besten hat mir persönlich die Orcashow gefallen, die das Publikum am meisten mit einbezogen hat.

Obwohl wir nichts mehr zu verlieren haben (unsere SLR scheint derzeit das Zeitliche gesegnet zu haben), suchen wir uns Plätze irgendwo mittig auf der Tribüne, weder zu weit, noch zu nah am Wasser.

Die Show beginnt, indem einer der Dompteure sich auf ein Podest in der Nähe des Beckens hinstellt und motivierende Bewegungen mit seinen Armen macht. Das Publikum deutet diese als eine Aufforderung zum Klatschen. Und brav, wie wir sind, klatschen wir, was das Zeug hält.

In diesem Moment flackert ein dunkler Schatten aus den Untiefen des Schwimmbeckens auf und eine riesige Orcaflosse begrüßt uns aus dem Wasser. In dieser Sekunde wird uns allen klar, für wen die Armbewegungen gedacht sind. Die Schwanzflosse des Orcawals taucht auf, hält kurz an und knallt gewaltig auf die Wasseroberfläche… Und schon wieder trifft uns eine riesige Welle… Ich kann meinen Kopf gerade noch hinter Mister G. verstecken.

Meine Klamotten und meine Haare sind wieder triefnass… Aber es ist noch nicht vorbei.

Dieses Spiel wiederholt sich noch 2-3 Mal. Und man kann sich nicht verstecken: die Tribünen sind voll und die einzige Möglichkeit ist, die Show zu verlassen…

Aber man ist ja eh schon nass… Dennoch zuckt die ganze Reihe jedes Mal zusammen, wenn der Dompteur auf sein Treppchen steigt und die Arme bewegt. Somit hat er uns innerhalb kürzester Zeit konditioniert!

Irgendwann ist auch das überstanden. Nur mein rechter Oberschenkel ist noch trocken.

Ich gehe auf die Damentoilette und schmiege mich 10 Minuten lang in allen möglichen Posen an den Händetrockner. Zur Belustigung der anderen WC-Besucherinnen. Aber die Alternative ist, noch einige Stunden in nassen Sachen herum zu laufen.

Zum Glück liegen die Temperaturen ein bisschen über 20 Grad und in Kombination mit meinem heißen Gemüt sorgt das relativ schnell für vollständige Trocknung.

Zum Schluss besuchen wir die Katandra Treetops:

LoroParque-Loros1

Loros-2

Alles in einem ein sehr schöner Park, in dem vor allem Kinder auf ihre Kosten kommen. So eine schöne Anlage habe ich bislang nur in Singapur gesehen. Wobei der Eintritt stolze 33€ p. P. kostet. Dieser wird uns vom Schicksal fast vollständig erlassen, denn Mister G. stolpert später ganz zufällig über 60€, die völlig verwahrlost auf der Straße herumliegen und ein Zuhause suchen.

Mein Fashion Date

Nach dem Besuch im Loro Parque machen wir einen kurzen Abstecher zum Strand in Puerto de la Cruz:
Puerto de la Cruz 1

Puerto de la Cruz 2

Auch hier ist der Wellengang betont aggressiv:

Puerto de la Cruz 3

Wir bewundern die Wellen noch eine Weile und erzählen allen möglichen unbekannten Personen von unserem Kamera-Verlust, unabhängig davon, ob sie es wissen wollen oder nicht.
Danach fahren wir zurück nach Santa Cruz. Denn ich habe ein „Date“ mit einer echten Fashionista!

Luba1

Quelle: www.well-living-blog.com

Luba ist eine Fashion-Bloggerin, die es mit ihrem Well-Living-Blog über die Grenzen des Internets geschafft hat und eine kleine Berühmtheit auf Teneriffa ist. Ich bin einige Monate vor meinem Urlaub auf ihren Blog gestoßen, der mich neugierig gemacht hat: eine andere Bulgarin auf Teneriffa, die ziemlich coole Outfits präsentiert?!

Kurz vor dem Urlaub fasse ich mir ein Herz und schreibe sie an. Ich bitte sie um Tipps in Bezug auf Teneriffa. Eigentlich denke ich, dass sie vermutlich nicht antworten würde, da sie sehr beschäftigt ist. Umso schöner, dass sie sich schnell mit interessanten Tipps meldet und mir anbietet, dass wir uns treffen. Haaa! Das gefällt mir und so tauschen wir Koordinaten aus.

An dem Tag holt sie mich im Hotel ab und wir gehen einen Kaffee trinken.

Ganze drei Stunden quatschen wir miteinander über Mode, Bloggen, Teneriffa, Reisen, Essen und Gott und die Welt. Ich bin sehr froh über dieses schöne Highlight, irgendwie fühlt man sich gleich „heimischer“ am Urlaubsort.

Zurück im Hotel scherzt Mr. G, dass Luba auf ihrem Blog bestimmt von unserem Treffen berichten würde. Ob er Recht behalten hat, könnt ihr hier nachlesen.

Falls du das liest, Luba: vielen Dank & hoffentlich bis irgendwann wieder ;)!

Fotos :: Mr. G. & Well-Living-Blog

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5 Antworten

  1. … nett geschrieben, gefällt mir sehr. Beste Grüße aus Teneriffa.

  2. Rick Blaine sagt:

    Hatte ich schon erwähnt dass mir auch die Fotos in Deinem Blog sehr gut gefallen? Glaube nicht und daher hole ich das jetzt mal schleunigst nach. 🙂
    Zu gerne hätte ich allerdings noch Bilder gesehen wie Du Dich auf der Damentoilette in allen möglichen Posen an den Händetrockner schmiegst. Die Schilderung erinnert mich an die Verrenkungen von Roman Atkinson alias Mr. Bean im gleichnamigen Film! 😉

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