London kostenlos genießen :: Die besten Tipps

Laut aktueller Umfragen ist London nach Moskau und Tokyo die drittteuerste Stadt in der Welt. Als ich voller Stolz im Bekanntenkreis verkündete, dass ich bald nach London gehe, erntete ich nur mitleidige Blicke und tröstende Schulterklopfer. Diese galten primär meiner Geldbörse.

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Und tatsächlich musste ich nach meiner Ankunft bei den Preisen etwas schlucken: man nehme diese in Euro, addiere ein paar Euro dazu und ersetze die Währung durch Pfund. Der momentan etwas mehr wert ist als der Euro (ca. 1.20€ für 1 Pfund). Und schon kann man es sich ausrechnen: es wird TEUER!

Aber lasst euch davon nicht abschrecken. Denn das ist noch kein Grund, London aus der Liste der Reiseziele zu streichen. Man kann natürlich in einem Selbstversuch herausfinden, ob es stimmt, dass das Hungergefühl nach spätestens drei Tagen abklingt, wenn man nichts isst. Aber als sinnvolle Erschlankungsmaßnahme würde ich eher Tipp Nummer 7 weiter unten empfehlen.

Somit, ihr Lieben, ihr müsst nicht hungern und ihr müsst nichts verpassen ;). Denn selbst, wenn das Budget begrenzt ist:

The Best of London is for free!

Fangen wir dann mal an:

1.  Street Art: Graffiti gibt es in London fast überall. Wer aber denkt, es handelt sich um laienhafte Wandschmierereien, der kann sich irren. Wo es die schönsten Street Art-Werke gibt, habe ich bereits in diesem Beitrag festgehalten. Selbst Laufmuffel würden auf ihre Kosten kommen, denn danach muss man wirklich nicht lange suchen.

2. Die Kaugummi-Miniaturen von Ben Wilson: diesen kleinen Kunstwerken war bereits letzte Woche ein eigener Beitrag gewidmet. Wer also kein Herz für Graffiti hat, kann sich diese besondere Form der Londoner Street Art anschauen.

3. Ins Museum gehen: viele der Museen in London sind komplett kostenlos. Man bezahlt Eintritt nur für spezielle Ausstellungen. Sollte also mal das Wetter in London spinnen, was bekannterweise nicht so abwegig ist, warum nicht z. B. ins British Museum gehen?

Das British Museum bietet einige Male im Jahr eine authentische japanische Teezeremonie (kostenlos!): The Way of Tea. Der nächste Termin ist gleich am 27.06.2014 um 15 Uhr im Raum 92. Das ist jetzt aber ’ne genaue Angabe, da guckt ihr, was 😉 ?!

4. Borough Market besuchen: der berühmte Markt in London ist ein Augen- und Gaumenschmaus zugleich:

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Einfach mal durch den Markt streifen (am besten an einem Samstag) und an den vielen Ständen die Häppchen probieren: Olivenöl, Brot, Käse, Schinken und Wurst, Honig mit Trüffeln, Karamell Fudge mit Chili und Schokolade… . So klein und unbedeutend das einem vorkommt, ist man nach einer Stunde tatsächlich satt ;)!

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5. Brompton Cemetery besuchen: ich muss sagen, so oft, wie ich in 6 Tagen auf dem Friedhof in London war, war ich in meinem ganzen Leben nicht (Gott sei Dank!). Die kostenlose Alternative zu Highgate Cemetery ist z. B. der Brompton Cemetery in der Nähe von Chelsea. Er ist öffentlich zugänglich, kostet nichts und hat auch coole Gräber 😉 . Bei gutem Wetter kann man es sich sogar mit einem Buch in der Sonne gemütlich machen.

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6. Die Westminster Abbey kostenlos besuchen: dafür könnte man dem Evensong beiwohnen (ab 17h, am Wochenende ab 15h). Es könnte vorkommen, dass man nicht reingelassen wird, aber wenn man höflich fragt und ein wenig auf die Tränendrüse drückt, klappt das meistens auch 😉 . Ansonsten kostet der Eintritt stolze 18 Pfund, was mehr als 20€ sind, arrrr!!!

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7. Zu Fuß laufen: jaaa, das klingt nicht sehr originell, ist und bleibt aber das günstigste Transportmittel 😉 . Und ich kenne keine bessere Möglichkeit, die Atmosphäre eines Ortes einzufangen, als durch die Straßen zu laufen. Abgesehen davon ist dieser Tipp ein guter Ausgleich für Tipp Nr. 4, sorgt für einen knackigen Hintern und stramme Waden. Und am Ende des Tages kann man wie ein Baby schlafen: in jedem Hotelbett, in jeder Körperposition und bei jedem Geräuschpegel.

Sofern man geistesgegenwärtig genug war, ein Hotel oder Hostel in City-Nähe zu buchen, kann man sich unter Umständen die Oyster card ganz sparen (wenn man z. B. nur 1-3 Tage in London ist) und evtl. auf öffentliche Verkehrsmittel ganz verzichten. London ist besonders gut zu Fuß zu erkunden, sofern man in Zentrumsnähe ist. Da gibt es an jeder Ecke etwas Spannendes zu entdecken. Wie  z. B. diese kleine mittelalterliche Kirche mit diesen sehr anmutigen Ornamenten über dem Eingang – die St. Olave’s Church (8 Hart St, London EC3R 7NB):

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Wenn man das Glück hat und einen der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kirche erwischt, kann dieser einem interessante Geschichten erzählen. Bemerkenswert ist, dass die ganzen Statuen, Altare und Gemälde in der Kirche reichen Leuten, die dafür bezahlt haben, und keinen Heiligen gewidmet sind ;).

8. Einen Bogen um die Touristenfallen machen, darunter Tower of London, Madame Tussaud, Londoner Zoo usw. Ok ok ok ok, den Tower of London könnt ihr natürlich mitnehmen und ein wenig mit den darin lebenden Raben auf Schmusekurs gehen. Sehenswert könnten euch auch die Kronjuwelen vorkommen. Kostet aber Zeit in der Touri-Schlange und 22 Pfund. Ich mag weder warten, noch Geld dafür ausgeben. Und ich kann mich für Diamanten eher begeistern, wenn es meine eigenen sind. Wer aber das Gefühl hat, etwas zu verpassen, sollte natürlich reingehen. Der Gesamteintritt für diese drei Attraktionen beläuft sich sonst auf 76 Pfund (ca. 94€).

Wir sind weiter zur kostenlosen London Bridge gelaufen:

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Für unsere touristische Zurückhaltung gab’s einmal Applaus für Django:

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9. Eine alternative Tour durch London buchen: z. B. hier http://www.freecitytour.com. Die Tour kostet nichts, man kann am Ende so viel Trinkgeld geben, wie einem die Tour gefallen hat. Wenn man natürlich ganz abgebrüht ist und keine Manieren hat, zahlt man nichts. Aber ich gehe davon aus, dass wenn einem die Tour gut gefällt, man schon freiwillig paar Kröten springen lässt. Das Kostenlose an diesem Tipp ist das gute Gefühl, dass man sein Geld gut investiert hat ;)!

10. Die Themse durch den Woolwich foot tunnel (Quelle Wikipedia) überqueren. So spart man sich das Geld für die Fähre.

Und wer mit diesen 10 Tipps sein Sparpotential immer noch nicht ausgeschöpft hat, dem kann ich dieses fast kostenlose Buch empfehlen 😉 (als ich es gekauft hatte, war es noch kostenlos):

Mein letzter Tipp stammt übrigens von hier.

Dann spart und genießt 😉 !

 

 

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6 Antworten

  1. Carmen sagt:

    Tolle Tipps! Muss ich mir für meine nächste Tour nach London merken!

  2. Tolle Tipps! Das mit den Museen fand ich auch schon immer erstaunlich. Würde man in einer Stadt wie London echt nicht erwarten. Ich hoffe, ich schaffe es auch irgendwann mal in die Westminster Abby. War schon mehrmals in London, aber immer wenn ich die Abby besuchen wollte, war sie geschlossen. Es ist schon ein Running Gag in meinem Freundeskreis… 😀

    • 😀 😀 😀 nicht aufgeben, vielleicht gibt die Fügung beim nächsten Besuch nach 😉 !
      Und das mit den Museen hat mich auch total gewundert, finde ich aber toll. Ich habe auch gelesen, dass Kinder in Schlafsäcken im Museum ohne Eltern übernachten dürfen (wir waren also zu alt für die Aktion, die aber nicht kostenlos ist ;)) – interessante Idee, Wissen schmackhaft zu machen 😉

  3. Kerstin sagt:

    Ich sehe, Du hast eine tolle Zeit in London! Und ich sehe, Django war auch dabei 🙂

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