Die schönsten Strände Griechenlands

Meine Top-3 der schönsten Strände Griechenlands

Wunderschöne Buchten, weiße Felsen, Palmen, heller Sand und ein Wasser, dessen Türkis nicht von dieser Welt zu sein scheint…

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Was hier nach einem maßgeschneiderten Bilderbuchstrand klingt, den man nur aus dem Fernsehen kennt, ist auf den ionischen Inseln Lefkada und Zakynthos nahezu eine Selbstverständlichkeit.

Zakynthos und vor allem Lefkada sind im Vergleich zu anderen Urlaubsinseln wie Korfu oder Kreta etwas weniger touristisch geprägt (haha, gut so!).

Dabei ist Lefkada auch am bequemsten und günstigsten vom Festland aus zu erreichen, da man dazu keine Fähre benötigt. Die Insel liegt in einer Lagune und ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden.

Beim „Reinfahren“ war ich zuerst nicht sonderlich von der Aussicht beeindruckt und schrieb meinem Bruder eine SMS: „Angekommen, scheint mir ein wenig langweilig zu sein“. Zu dem Zeitpunkt konnte ich nicht ahnen, welchen Volltreffer ich mit diesem spontanen Zwischenstopp gelandet war.

Erst in der Pension schaute ich im Internet nach, wo welche Strände zu finden sind. Und nach kurzem Überflug der Infos lautete die erste Destination:

1. Porto Katsiki – malerische Schönheit

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Der wohl berühmteste Strand Lefkadas – für mich völlig unbekannt zum Zeitpunkt der Recherche. Aber kein Problem, dann ist eben Zeit, uns kennen zu lernen, dachte ich mir. Also ab ins Auto und in südwestliche Richtung losdüsen. Nach einer kurven- und schlaglochreichen Fahrt ist man endlich da. Und prompt steht einer von der nahegelegenen Bar und verlangt 5€ fürs Parken. Interessanterweise liegt etwa 30 Meter weiter zurück ein großer Platz, auf dem ebenfalls Autos parken. Und dieser gehört wohl nicht zum gepachteten Café und ist somit kostenlos. Was einem natürlich nicht mitgeteilt wird.

Wir lassen den Parkplatzgebühreneintreiber mit verletzten Gefühlen zurück und parken für Nullinger auf dem anderen Parkplatz. Und laufen nun endlich zum Strand.

Und Tatsache, dieser hält, was er verspricht:
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Der Sand besteht aus einem Gemisch aus feinerem Sand und sehr kleinen Steinchen. Was den Vorteil hat, dass man beim Verlassen des Strandes nicht voller Sand ist, der ewig an den Füssen kleben bleibt. Einzig das Laufen mit Schirm, Strandtuch, Charme und Melone ist manchmal etwas anstrengend, da man gelegentlich fast bis zum Knie in diesem Sandgemisch versinken kann.

Dennoch, dem Strand tut das keinen Abbruch. Obwohl es Samstag ist und der Strand offensichtlich erschlossen für Besucher, ist er sauber und nicht überlaufen. Die Aussicht aus der Bucht und die Farbe des Wassers sind einfach PHÄNOMENAL! Und somit einfach LEIDER GEIL :D!

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Auch die Temperatur des Wassers war eine einzige Wohltat. Selten habe ich kühles Wasser als so angenehm empfunden.

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Ich habe die Bilder komplett unbearbeitet gelassen. Sollten es die Farben des Wassers nicht schaffen, euch zu flashen, dann braucht ihr eventuellen einen besseren Monitor ;):

An diesem Tag breche ich meinen „Ich-Liege-Am-Strand“-Rekord mehrfach. Sonst kann ich es nicht lange am Strand aushalten. Nach etwa 43 Minuten wachen die Hummeln in meinem Hintern auf und mir könnte langweilig werden. Aber an diesem Strand und an diesem Wasser konnte ich mich einen ganzen Tag lang nicht sattsehen.

Wenn man bedenkt, dass die Übernachtung in der Pension Irini-Studios in Episkopos nur 10€ p.P/Nacht gekostet hat, und das für ein neuwertiges Zimmer mit Klimaanlage, TV, eigenem Bad, Balkon, kostenlosem WLAN und kostenlosem Parkplatz… Und dann hat man den geilsten Strand vor der Nase… Das toppt eindeutig das fensterlose Zimmer in einem Hostel in Kuala Lumpur, in dem ich mal für 12,50€ übernachtet habe ;)…

2. Egremni Beach – Purismus für Sportliche

Schweren Herzens verlassen wir nach einigen Stunden den wunderschönen Porto Katsiki… Und nur wenige Kilometer weiter nördlich finden wir Egremni…

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In den goldenen Stunden des späten Nachmittags laufen wir die 350 Stufen zum Strand hinunter.

Nahezu endlos und spektakulär, und fast ein wenig mondän erscheint der Strand von dieser Warte aus. Bei diesem Anblick hört man förmlich die entspannte Lounge-Musik im Hintergrund, während man sich mit einem Cocktail in der Hand den Sonnenuntergang auf einer imaginären Terrasse anschaut…

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Egremni ist nicht so malerisch wie Porto Katsiki, sondern besticht durch klare Linie und weite Perspektiven.

Das Wasser lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig und obwohl es schon 18 Uhr ist, ist es am Strand noch ordentlich heiß. Schatten findet man um diese Uhrzeit auch hinter einigen größeren Felsbrocken direkt am Strand.

Der Stand ist wunderschön, und für mich ganz klar von oben noch atemberaubender.

Und es ist im wahrsten Sinne schwer, ihn zu verlassen. Nicht zuletzt auch wegen der 350 Stufen, über die man wieder zum Parkplatz zurück hinaufsteigen muss ;)…

3. Navagio oder Shipwreck Beach auf Zakynthos (auch die Bucht der Schmuggler genannt)

Navagio_Zakynthos

Quelle: Wikipedia/Konstantinos Dafalias

Den berühmten Shipwreck-Strand auf Zakynthos habe ich bereits vor 5 Jahren besucht. Diesen kann man wohl nur per Schiff erreichen, was wir damals auch getan haben. In dieser Gegend soll es gefährliche Strömungen geben, deswegen empfiehlt es sich, eine Schiffstour zu buchen und nicht selber ein Miniboot zu mieten. Wir haben damals beides gemacht, zu dem Strand sind wir dennoch mit einem größeren Schiff gefahren worden. Es hat vor der Küste ordentlich geschaukelt, deswegen habe ich leider kein eigenes Bild vom Strand.

Dieser sieht aber gar nicht so verlassen aus, wie auf den Bildern im Internet. Genau genommen stehen in der Bucht immer einige Schiffe mit Touristen und man darf dann vom Schiff an den Strand schwimmen und sich das Wrack anschauen (auch ein Grund, warum ich keine Fotos von diesem Erlebnis habe, ich kann nicht mit der SLR schwimmen, schlecht für mich und schlecht für die Kamera). Dazu kommt, dass das Wasser direkt vorm Strand sehr tief ist, Plantschen ist nicht so richtig drin. Aber trotz Touristen und Schiffe: das Wasser ist ein Traum und der Strand und die Landschaft trotz Touristen wunderschön.

Überhaupt, was die Farbe und Qualität des Wassers anbelangt, habe ich bislang nichts Schöneres gesehen, als auf Zakynthos (und Lefkada, aber Zakynthos ist immer noch mein Favorit). Man kann einfach die Insel umfahren und an den vielen Aussichtsplattformen halten und sich das Meer anschauen. Und meistens steht man da nicht alleine, sondern mit anderen Leuten, die ebenfalls nur kurz anhalten wollten. Aber „kurz“ ist unmöglich, denn das Wasser dort ist so abartig geil, dass man  selbst in der größten Hitze nicht die Augen vom Meer abwenden kann.

Tipp 1: Auf Zakynthos kann man sich auch ein kleines Boot mieten(ca. 70€ pro Tag) und an den blauen Grotten vorbeischwimmen. Dabei „segelt“ man an dem einen oder anderen kleinen Strand vorbei, den man mit etwas Glück nur für sich entdecken kann.

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Tipp 2: Den Surfern unter euch kann ich Vassiliki auf Lefkada ans Herz legen: dieser Strand soll einer der besten zum Windsurfen in Europa sein!

Tipp 3: Meine Buchempfehlungen zum Thema „Ionische Inseln

Und, Sonnenanbeter, schon mal auf diesen oder anderen griechischen Inseln gestrandet? Welche Inseln und Strände in Griechenland habt ihr besucht und würdet sie weiterempfehlen?

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10 Antworten

  1. leonieloewin sagt:

    Wer da nicht Lust auf griechische Strände bekommt, ist selber Schuld. Ich würde das graue Deutschland am liebsten sofort gegen einen Deiner Strände eintauschen…….träum 🙂 LG Leonie

  2. Anastacia sagt:

    Und was ist mit dem Strand von Elafonisi auf Kreta, der auch eine Lagune (!) zu bieten hat?

    P.S. Warst Du eigentlich auf Santorin?

    LG, Anastacia

    • Hi Anastacia,

      Lagune war nicht das ausschlaggebende Kriterium ;). Und meine (subjektive) Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
      Danke jedenfalls für den Tipp, Kreta und Santorin will ich mir beim nächsten Insel-Hopping anschauen!

      LG,
      Dobrena

  3. Anastacia sagt:

    Ah, verstehe 🙂 Elafonisi bitte nur in der Nebensaison 😉

    P.S. Wir fliegen im Dezember für eine Woche nach Teneriffa (Puerto de la Cruz) – kommt man da eigentlich ohne Mietwagen gar nicht aus? Habe nämlich gelesen, dass auch ein Bus zur Teide-Seilbahnstation fährt…Und wie kalt ist es auf dem Teide im Dezember?

    • Hallo Anastacia,

      Sicherlich kommt man auch ohne Auto aus, aber ich würde es nicht empfehlen. Mich persönlich würde es einschränken, mich nach den Bussen zu richten.
      Im Dezember hatten wir auf Teneriffa z. T. 25 Grad tagsüber, aber manchmal auch 12-14 Grad. Auf der Höhe der Seilbahn konnten wir damals bei angenehmem „Frühlingswetter“ wandern. Auf dem Gipfel lag natürlich noch Schnee, also würde ich dort bei gutem Wetter mit milden winterlichen Temperaturen rechnen (bei schlechtem Wetter und Eis ist der Weg vermutich eh gesperrt). Nicht vergessen aber die Genehmigung für den Gipfel rechtzeitig zu beantragen, sonst muss man vor 8 Uhr morgens oben sein und wieder absteigen.

      LG,
      Dobrena

  4. bergkraxler7 sagt:

    Ein wunderschöner Bericht mit traumhaften Bildern. Da möchte man gleich durch den PC ins Meer springen. Ich hoffe es geht dir gut liebe Grüße Bernd

  5. Philipp sagt:

    Wow, super Fotos und ein schöner Bericht. Warst Du inzwischen schon auf Santorini? Kann ich sehr empfehlen, traumhaft! Liebe Grüße und safe travels, Philipp

    • Hallo Philipp,

      vielen Dank :)!
      Leider war ich noch nicht, aber mal sehen, was der Sommer so bringt ;). Leider habe ich gehört, dass Egremni Beach durch das Erdbeben auf Lefkada im November 2015 zerstört wurde… Falls dem so sein sollte, ist das ein großer Verlust…

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