Die Bucket List :: Das Beste kommt vor dem Schluss

BucketList

Austin Powers, der unwiderstehliche Spion im Dienste ihrer Majestät, kann sein Glück kaum fassen, als er von zwei hübschen japanischen Zwillingen in Schulmädchenuniform belagert wird. Dabei tragen die beiden auch noch solch unanständige und vielversprechende Namen – Fook Mi und Fook Yu … Sogar sein Bier kann dabei nicht mehr ruhig in der Flasche bleiben. Und noch bevor der Vorhang vorübergehend fällt, kann Austin einen Punkt auf seiner Lebens-ToDo-Liste abhaken: „Threesome with japanese twins“ … Ein Traum wird wahr …

Austin Powers Witze sind so schlecht, dass sie auch wieder gut sind. Wer die Szene nicht kennt, kann sie sich auf Youtube ansehen oder sich gar den Film zulegen. Allerdings sollte man dann schon ein Liebhaber von unorthodoxem Humor und nicht allzu „zugeschnürt“ sein. Sonst wäre das „rausgeschmissenes“ Geld.

Ich muss an diese Szene denken, als ich beim Aufräumen zufällig eine Bucket List von mir finde. Es ist „nur“ eine Reise-Bucket List, die hauptsächlich Wünsche über Reiseziele enthält. Dennoch lese ich und staune, was ich da wohl vor 2-3 Jahren aufgeschrieben habe und was davon tatsächlich in Erfüllung gegangen ist:

# Im Dirndl aufs Oktoberfest gehen

Ich erinnere mich:

Einmal als „fesches boarisches Madl“ aufs Oktoberfest gehen – mit Schürze, Edelweißkette, Charivari und Ohrsteckern in Brezelform … Wer will denn nicht für einen Tag als „bayrische Prinzessin“ Teil des größten Volksfestes der Welt sein?!

Ich rufe die Fee, die mir aus mehreren Online-Shops die aktuellen Dirndl-Trends zukommen lässt. Schnell ist das Festkleid gefunden. Es ist eine farbenfrohe Komposition, die mein überaus fröhliches Gemüt unterstreichen soll und sofort zu einem der teuersten Kleider in meinem Kleiderschrank avanciert.
Oktoberfest_Munich
Dennoch hege ich keinerlei Illusionen, dass ich als besonders exotische Dirndlträgerin wahrgenommen wurde. Die Konkurrenz schläft auch auf der Wiesn nicht – Afroamerikaner mit Rastazöpfen in Lederhosen und gehäkelten Wadenwärmern und ein süßes indisches Baby im Minidirndl waren die wahren Hingucker in der Menge.

# Selber ein Flugzeug fliegen

Ich hätte nicht unbedingt erwartet, dass dieser Wunsch jemals in Erfüllung gehen würde.

Aber hier sieht man mich mit Captain B. in Johor Bahru in Malaysia bei meiner Flugstunde auf dem Übungsgelände des FRAS Flying Club:
FRAS Flying Club

An dieser Stelle vielen Dank an meinen Ex-Freund, der mir diesen Flugversuch in seiner damals noch unendlichen Liebe spendiert hat (das meine ich ernst). Gehalten hat’s trotzdem nicht, aber das stand auch nicht auf der Bucket List.

FRAS Flying Club

Immerhin weiß ich nun – selber fliegen ist vorerst nichts für mich. Mir war die meiste Zeit übel, zu heiß und meine Steuerungsversuche bescherten Captain B. einige graue Haare.

Somit waren alle glücklich, als wir endlich landen konnten:

  • Ich, weil mir nicht mehr schlecht war,
  • Captain B., weil er meine Unberechenbarkeit nicht mehr fürchten musste,
  • und der Ex-Freund, weil er sein T-Shirt und seine Mütze wieder hatte. Ich hatte ihn mit etwas Nachdruck gebeten, mir diese auszuleihen, damit ich keinen Sonnenbrand im Flugzeug bekomme. Er war verständlicherweise nicht besonders erfreut, dass er eine Stunde lang shirtless auf dem Flugplatz nach einem schattigen Plätzchen suchen musste. Sehr wahrscheinlich hat das der Liebe auch einen Knick verpasst, denn danach nahmen die Dinge ihren Lauf ;D…

Wie dem auch sei.

Weiter in meiner Liste finde ich einige Orte und Länder, die ich schon immer besuchen wollte und bereits erfolgreich bereist habe:

# Singapur
Singapore - Marina Bay Sands

# Hongkong (s. auch hier):
Hongkong

# Bali:

Bali Pura Besakih

# Bangkok:

onenightinbangkok-1

# Shanghai:
Shanghai Oriental Pearl Tower

# London (s. auch hier, hier und hier):
Bridge of London

# Griechische Inseln (s. auch hier):
Lefkada Porto Katsiki

# Dolomiten
Drei Zinnen Dolomiten

 

… sowie ein paar andere Erfolgserlebnisse wie z. B. :

# Klettersteigen:
Dolomiten Drei Zinnen

Dolomiten Drei Zinnen

# An meinem Geburtstag den Teide besuchen:
Teide

# Spanisch lernen…

# Chinesisch lernen…

# Bloggen…

# und… und… und…

Der hohe Erfüllungsgrad der Punkte auf meiner Liste hat mich dann motiviert, mir eine neue Liste zusammenzustellen und auch ehrgeizigere Ziele aufzuschreiben:

  • Eine Finca in Spanien,
  • ein Buch schreiben,
  • einen Hund haben

Letzteres (also der Hund) bedarf zwangsläufig einer Finca in Spanien, damit der Hund Auslauf hat, während ich an meinem Buch auf der Terrasse arbeite. Ein „Teufelskreis“, mit dem ich durchaus leben kann 😉 .

Ich habe mich natürlich gefragt, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Aufschreiben der Ziele und dem Erreichen dieser Ziele besteht. Auch wenn man der Fügung eine gewisse Rolle nicht absprechen kann, liegen folgende Punkte klar auf der Hand, warum eine Bucket List dich deinen Zielen näher bringt:

  • An erster Stelle „zwingst“ du dich dadurch, dich mit deinen Wünschen auseinanderzusetzen und herauszufinden, was du wirklich willst.
  • Dadurch wird dir auch klar, was du nicht willst. Was immer noch besser ist, als gar nicht zu wissen, was du willst.
  • Bei der Bucket List ist Träumen erlaubt und erwünscht! Dabei riskierst du nichts und das macht dich mutiger, entschlossener und selbstsicherer.
  • Deine Ziele aufzuschreiben macht sie konkret. Bereits beim Aufschreiben hast du schon angefangen, bewusst oder unbewusst an den Voraussetzungen für die Realisierung zu arbeiten. Und später wirst du bewusst oder unbewusst genau in die Richtung steuern, die dich mit deinen Zielen und Wünschen weiter bringt.
  • Ein aufgeschriebenes Ziel ist ein indirektes Versprechen an dich selbst. Somit ist es ein inneres ToDo, an das du dich immer wieder erinnern wirst. Somit steigen die Chancen, dass du dich erfolgreich um dieses ToDo kümmerst.
  • Durch das Aufschreiben deiner Ziele kannst du ihre Erfüllung besser kontrollieren. Du kannst einlenken oder dir Schritte überlegen, was du noch dafür tun musst.
  • Ziele erschaffen Ziele und dadurch den Weg zum Erreichen von anderen Zielen.

Quintessenz: Nenne es , wie du willst – „Fügung“, „selbsterfüllende Prophezeiung“ oder „Bestellung beim Universum“ – deine Bucket List ist dein Spickzettel, was du im Leben erreichen willst. Und wer kennt das nicht: Kaum hat man den Spickzettel geschrieben und tief ins Dekolleté gesteckt, schon weiß man, was draufsteht, und braucht ihn nicht mehr.

Was steht auf deiner Bucket List?

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