Teatime mit der Jadequell-Teestation :: Trinkst du noch oder genießt du schon?

Was ist das Erste, woran du denkst, wenn du das Wort „Tee“ hörst?
Früchte- oder Kräutertee? Schnupfen? Winter? Magenschmerzen?
Oder ist Kaffee der einzig wahre Tee für dich?

Hm… falls ja, dann scheinst du in bester Gesellschaft zu sein. Denn sehr viele Menschen haben diese langweilige und eigentlich falsche Vorstellung von einem der ältesten Getränke der Welt. Sie wissen nicht, dass echter Tee aus den unterschiedlichen Teilen nur einer einzigen Pflanze, nämlich der Teepflanze, zubereitet wird. Und dass Tee dennoch über eine bemerkenswerte geschmackliche Vielfalt verfügt.

Auch ich teilte diese Vorstellung bis vor einigen Jahren.

Glücklicherweise wurde ich von meiner Teeignoranz befreit: Ein Kollege schenkte mir mal eine Tasse hochwertigen Darjeeling ein. Das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Von da an habe ich mich mit der Zeit in einen bekennenden Tee-Snob verwandelt. Ich beschloss, keinen Tee mehr zu trinken. Sondern Tee zu genießen.

Denn Tee WILL genossen werden: Die passende Teesorte bei der richtigen Temperatur und durch die richtige Ziehdauer bestens zur Geltung zu bringen ist eine Kunst für sich. Nicht zufällig wurde diese Kunst über 1000 Jahre lang in der chinesischen Teezeremonie gepflegt und verfeinert. Man nennt diese Zeremonie auch Gong Fu Cha – „den beschwerlichen Weg des Tees“. Auch wenn damit der aufwendige Werdegang eines Teemeisters gemeint ist, trifft diese Bezeichnung gut auf unseren Alltag zu: Der Wecker reißt einen hysterisch aus dem Schlaf, der tägliche 12 km Stau wird mit fröhlicher Stimme im Radio verkündet, das Handy blinkt und lässt einen wissen: Der 28-Stunden Tag hat erst begonnen.

Anbetracht dessen: Wer hat schon Zeit, sich mit Dingen, wie Ziehzeit, Wassertemperatur, Teeblättern, Beschaffenheit der Teekanne und, und, und zu beschäftigen?

Im besten Fall drückt man dann noch auf den Knopf der Kaffeemaschine und gönnt sich noch ein paar Schlückchen Gemütlichkeit, bevor es in den täglichen Wahnsinn geht.

An dieser Stelle erhebt der bekennende Tee-Snob die Hand und stellt die berechtigte Frage:

Und was ist mit TEE???

Will ich meinen 28-Stunden-Tag mit einem verwelkten Teebeutel aus dem Supermarkt beginnen?

Muss ich denn meinen Tee beim Vorbeigehen schnell runterkippen, weil die Welt draußen ohne mich sonst untergeht?

Nein.

Genau dann will ich inne halten und das Exklusivste genießen, was mir gegebenen ist: Zeit.

Weil ich sie mir explizit nehmen muss.

Das dachten sich auch zwei andere Teeliebhaber – Conny und Bastian Baumgarte aus Stuttgart – und erfanden den ersten Automaten der Welt, mit dem man die chinesische Teezeremonie durchführen kanndie Jadequell-Teestation:

Jadequell-schwarz-Geschirr-Web

jadequell-baumgartes

Als ich das erste Mal vor einigen Wochen von Jadequell und der Teestation hörte, war mein erster spontaner Gedanke „Warum bin ich nicht selber drauf gekommen?!“ – ein sicheres Zeichen, dass ich der Sache auf den Grund gehen würde. Umso froher war ich, als Conny und Bastian Baumgarte sich bereit erklärten, mich zu empfangen und mir von ihrer außergewöhnlichen Idee zu erzählen. Nicht allein die Teestation, sondern auch ihre persönliche Tee-Geschichte hatten meine Neugier geweckt:

Während einiger längerer Aufenthalte in China lernten sie Sprache, Leute und die chinesische Teekultur kennen und wertschätzen. Ihre Begeisterung für guten Tee veranlasste sie, mehrere Teereisen ins Landesinnere zu unternehmen, um die besten Teehersteller vor Ort ausfindig zu machen. Das Beherrschen der chinesischen Sprache öffnete ihnen die Tore nicht nur zu den Teeplantagen, sondern schafften auch die richtige Vertrauensbasis zwischen ihnen und den Teebauern. So durften die Baumgartes viel Zeit mit ihnen und ihren Familien verbringen und den Teeherstellungsprozess begleiten.

All diese Erfahrungen inspirierten Conny und Bastian Baumgarte, die traditionelle chinesische Teezeremonie durch moderne Ingenieurskunst in den Alltag zu integrieren.

Aus Leidenschaft wurde eine Geschäftsidee: Das war die Geburtsstunde der Jadequell-Teestation.

Die Teestation verfügt über eine integrierte digitale Waage für die losen Teeblätter:

Jadequell Teestation

In einer erweiterbaren Datenbank sind die wichtigsten Teesorten, ihre Eigenschaften und die Zubereitungsmöglichkeiten gespeichert:

Jadequell Teestation

Man muss nur Wasser auffüllen und das passende Teeprogramm per Touchscreen wählen und schon schafft die Teestation die optimalen Zubereitungsbedingungen für den kostbaren Aufguss. Dabei werden Wassermenge, Wassertemperatur und Ziehzeit bestens aufeinander abgestimmt, je nachdem für wie viele Personen der Aufguss zubereitet werden soll:

Jadequell Teestation

Jadequell Teestation

Sobald die Ziehzeit erreicht ist, ertönt ein akustisches Signal. Dadurch wird verhindert, dass der Tee zu lange zieht, Geschmack und Aroma können sich so optimal entfalten.

Besonders bei der Zubereitung von grünem Tee und Oolong sind die Vorteile der Teestation nicht von der Hand zu weisen. Grüner Tee ist sehr empfindlich und soll mit nicht allzu heißem Wasser aufgegossen werden (je nach Sorte 60°-80°). Würde man eine zu hohe Temperatur wählen oder den Tee zu lange ziehen lassen, würden die zarten Blätter dadurch verbrennen, der Tee würde bitter schmecken und wäre ruiniert. Und bei einem First-Class-Tee (>65€/100g) machen solche Fehler keinen Spaß.

Bevor ein kollektives Entsetzen über den Preis solcher Tees ausbricht: Viele wissen nicht, dass man Grüntee, Oolong- und sogar Schwarztee für mehrere Aufgüsse (3-6) nacheinander verwenden kann (gute Teequalität vorausgesetzt). Somit ist es möglich, aus kleineren Blättermengen (3-6g) mehrere Teetassen zuzubereiten. Dabei sollte man auch jedes Mal die Ziehzeit entsprechend variieren, um dem Tee bei jedem weiteren Aufguss zusätzliche Aromen zu entlocken. Auch hier unterstützt die Jadequell-Teestation den bekennenden Teetrinker, indem sie die unterschiedliche Dauer der einzelnen Aufgüsse automatisch regelt. Durch dezentes Design, hochwertige Ausführung und leichte Bedienung steht der Teegenuss voll im Vordergrund.

Nun könnten auch Stimmen laut werden, die Teestation stünde im Widerspruch zu den Prinzipien der Teezeremonie, da man diese dann nicht bewusst ausführt und nicht beherrschen müsse. Die Meinungen werden sicherlich auch in Zukunft gespalten bleiben. Was aus meiner Sicht für das Produkt spricht. Die Teestation will die Teezeremonie nicht ersetzen, sondern sie in unsere schnelllebige Welt integrieren, sie dadurch auch ein Stück weit bewahren und dem wahren Teeliebhaber näher bringen.

Und natürlich ist die Teezeremonie nicht ohne guten Tee möglich. Was wir aber in Europa unter „gutem“ Tee verstehen (dabei sind die Teebeutel aus dem Supermarkt nicht mal gemeint), ist das, was Teenationen wie China und Taiwan „aussortiert“ haben. Richtig hochwertiger Tee dringt auf üblichem Wege kaum nach Europa oder dem Rest der Welt vor. Nach Aussagen von mir bekannten Teekennern verlässt dieser Tee nicht mal die Grenzen der jeweiligen Plantage. Den wollen die Teebauern für sich behalten. Für alles andere gibt es die Kreditkarte.

An dieser Stelle gefiel mir richtig gut, dass Conny und Bastian Baumgarte hochwertige Teesorten für ihre Teestation eigens vor Ort und in enger Zusammenarbeit mit den Teebauern ausgesucht haben. In ihrem Teeladen findet man nicht unendlich viele Sorten. Denn weniger ist hier mehr. Ich durfte bei meinem Besuch einige davon verkosten. Bei der Zubereitung mit der Teestation konnte ich mich von der ausgezeichneten Qualität auch persönlich überzeugen. Meine besonderen Favoriten sind Drachenbrunnen(erste Pflückung), Silbernadel Knospen und Keemun Goldknospe. Wer bei diesen Tees immer noch an Kräuterinfusion und Teebeutel denkt… sollte auch bei Teebeuteln bleiben.

In diesem Sinne: Trinkst du noch (Tee) oder genießt du schon?

Was denkst du über die Teestation? Welche ist deine Lieblingsteesorte?

Bild- und Videomaterial: Jadequell.de

 

Das könnte auch interessant sein...

Schreibe einen Kommentar! Ich freue mich auf Dein Feedback!

Werde ein Fan von The Hiking High Heel!schliessen
oeffnen
%d Bloggern gefällt das: